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Yearly Archives:2016

Theresa und Carefino - Ein starkes Team
Foto: Bettina Salerno

Ziemlich gute Partner

„Er möchte lieber grasen.“ Theresa Dietz lacht und versucht ihren Carefino fürs Fotoshooting von der Wiese zu locken. Die 19-jährige Amazone aus Ratingen ist leidenschaftliche Springreiterin. Und zwar eine richtig gute, denn vor einem Monat wurde sie in den C-Bundeskader der U 21- Springreiter berufen – das ist nicht selbstverständlich. „Dafür muss man kontinuierlich gute Leistungen zeigen“, sagt die frischgebackene Abiturientin. Und die kann sie vorweisen. Von einem dritten Platz beim Nationenpreis in Österreich als Einzelstarterin über Platzierungen beim U-25-Springpokal in Balve bis hin zum dritten Platz bei den Rheinischen Meisterschaften im Springreiten der Junioren.

Ihr Partner im Parcours ist der zwölfjährige Carefino

Den in Holstein gezogenen Caretino-Sohn reitet Dietz seit drei Jahren. „Ein guter Freund meines Vaters stellt ihn mir zur Verfügung, und er ist ein total ehrliches und zuverlässiges Pferd“, schwärmt das Nachwuchstalent über den kräftigen Braunen. In schweren Springen bis zur S***-Klasse zeigten die beiden in dieser Saison schon, dass sie das Zeug dazu haben, die Erfolgsleiter noch weiter nach oben zu klettern. Im Parcours und auch privat scheinen die beiden ziemlich gute Partner zu sein. Tatkräftige Unterstützung bekommt das Springteam von Trainer Sebastian Adams und Vater Thomas Dietz, der selbst erfolgreich bis zur schweren Klasse im Parcours unterwegs war. Täglich verbringt Theresa Dietz vier bis fünf Stunden im Stall, denn zwei weitere Nachwuchspferde werden von ihr behutsam an den Springsport herangeführt. „Carefino ist aber meine Nummer eins. Ihm habe ich es zu verdanken, dass wir so erfolgreich unterwegs sind“, sagt sie.

Theresa und Carefino - Ein starkes Team Foto: Bettina Salerno

Theresa und Carefino – Ein starkes Team
Foto: Bettina Salerno

Ohne Vertrauen läuft nix. Foto: Bettina Salerno

Ohne Vertrauen läuft nix.
Foto: Bettina Salerno

Dalton hieß das erste Pony von Theresa Dietz

m Alter von fünf Jahren saß Theresa Dietz auf ihrem ersten, eigenen Pony mit dem Namen Dalton. Es folgte Reitpony Take it now, mit dem sie sich von Springreiter-Wettbewerben bis zu Stilspringen hocharbeitete. „Ich weiß gar nicht mehr, wie viele Stilspringen ich insgesamt geritten bin. Es müssen unendlich viele gewesen sein“, erinnert sie sich. Ihr großes Vorbild ist der international erfolgreiche deutsche Springreiter Markus Ehning, der beim CHIO in Aachen mit von der Partie und für Olympia nominiert war. Die Abiturientin will sich jetzt erst einmal ein Jahr lang ganz intensiv um ihre Springreiter-Karriere kümmern und später studieren, „am liebsten Wirtschaft und Politik in Münster“. Und Politik scheint genau ihr Ding zu sein, denn sie ist seit vier Jahren aktiv im Jugendrat der Stadt Ratingen und Vorsitzende dieses Rates. „Alles unter einen Hut zu bringen, ist zwar ab und zu etwas stressig, aber es macht mir beides Spaß. Und das zählt“, erzählt sie.

Der nächste Auftritt für Theresa und Carefino ist an diesem Wochenende der Start bei der Deutschen Meisterschaften der Jungen Reiter in Riesenbeck. „Wir gehen das ganz piano an. Ich reite lieber ruhig und schön, bin zwar dadurch oft nicht die Schnellste, aber das ist o.k. „, sagt die Blondine ganz gelassen – und das macht sie gleich noch sympathischer.

Bettina Salerno
Reitsport: Beim S** geht es über eine Hindernishöhe von rund 1,40 Metern.

Reitsport der Superlative

Reitsport erster Güte auf dem Viereck und im Parcours. Wo? Natürlich am Uhlenhof. Kaum ein Turnier im Kreis Mettmann ist so beliebt in der Reiterszene, wie die Düsseldorfer Reitertage des RuFV Erkrath. Dressur- und Springreiten bis zur schweren Klasse in 34 Prüfungen, an vier Tagen, bei 2200 Nennungen. Wow!

Großartiger Reitsport mit Kreismeisterschaft 2016

Hausherr Hans-Willi Weber ist schwer beeindruckt. Jedes Jahr flattern etliche Nennungen zu allen Prüfungen ein, in diesem Jahr sind es allerdings besonders viele. Vor allem in den schweren Klassen. Allein in Springen der Klasse S sind insgesamt über 240 Nennungen eingegangen. Auch in der schweren Dressur sind knapp 90 am Start. Ein recht außergewöhnlich hohes Ergebnis. Vielleicht liegt es daran, dass in diesem Jahr die Kreismeister des KV Mettmann in verschiedenen Kategorien und Leistungsklassen ermittelt werden. Sie treten gegen Konkurrenten aus dem „Revier“ an und der beste erhält jeweils den Titel Kreismeister. Mehr zum Turnier gibt’s hier

Beim S** geht es über eine Hindernishöhe von rund 1,40 Metern.

Beim S** geht es über eine Hindernishöhe von rund 1,40 Metern.

 

 

Bettina Salerno
Facebook-Freund

Eltern töten Facebook-Freund

Ein Ehepaar brachte den vermeintlichen Facebook-Freund ihrer zwölfjährigen Tochter um. Sie nahmen an, dass es ein Kinderschänder sei und ließen ihn gemeinsam mit zwei Mittätern in eine Falle tappen. Das Landgericht Aachen hat die Eltern und einen Mittäter zu einer lebenslangen Haft verurteilt.

Opfer hatte keine Fotos der Tochter

Dass das Mädchen zwölf Jahre alt war, ahnte der Facebook-Freund nicht. Die Eltern selbst hatten das Alter des Kindes mit 22 Jahren angegeben. Wie sich bei der Vernehmung der Täter herausstellte, hatte das Ehepaar noch am Tatort das Handy des vermeintlichen Kinderschänders nach Fotos der Tochter durchsucht. Die Suche war vergeblich und trotzdem erstachen sie den jungen Mann. Hier ist die ganze Geschichte zu lesen.

Facebook-Freund

Bettina Salerno
Erdogan Burger

Ein Burger namens Erdogan

Erdogan als Burger – Nicht witzig?

Dass ein simpler Burger für so viel Aufregung sorgt, damit hat der Geschäftsinhaber des „Urban-Burgery“ in Köln wohl eher nicht gerechnet. Als Werbegag lockte er seine Kunden mit einem Burger namens Erdogan mit Ziegenkäse in sein Restaurant in der Kölner Roonstraße. Kaum machte er seinen Burger publik, hagelte es erste Reaktionen. Die waren allerdings nicht immer positiv.

Angst um MitarbeiterErdogan burger

Auf Facebook geriet der Geschäftsmann ins Visier von Hetzparolen und „netten“ Menschen, sie sich „Smith Wesson“ und Co. nannten und ihm schließlich massiv drohten.  Zum Schluss standen plötzlich vier dunkle Gestalten vor seinem Restaurant und glotzten minutenlang und stillschweigend durch die Scheibe. Die Urban-Burgery in Köln ist nun geschlossen. Um seine Mitarbeiter zu schützen, schloss der Geschäftsinhaber des Restaurants bis auf Weiteres die Türen. Bitter für ihn, noch bitterer für seine Mitarbeiter, die kaum eingestellt und angefangen, schon wieder die Hände in den Schoß legen können und sich in Geduld üben müssen.  Mehr gibt’s hier.

Bettina Salerno
KKluger Schachzug für den iPhone-Hersteller

Apple heiratet SAP

Apple hat sich mit dem Softwarehersteller SAP zusammen getan. Die Allianz soll dem amerikanischen Riesen dazu verhelfen, den Firmenkunden-Markt zu erobern. Zukünftig sollen iPhone und Tablet-User auch mobil auf SAP-Programme zugreifen können.

Apple: Apple macbook-336704_640Clevere Strategie, oder kleiner Rettungsanker?

Dessen sind sich Skeptiker nicht sicher. Der Konzern hat bisher nicht sehr viel mit dem Unternehmermarkt zu tun gehabt. Böse Zungen behaupten, dass der Gigant  durch den stagnierenden Umsatz mit iPhones weitere lukrative Quellen suche. Im ersten Quartal dieses Jahres fuhr das Unternehmen ein dickes Minus ein. Die Allianz mit SAP könnte aber auch ein cleverer Schachzug des Konzerns sein. Ähnlich wie die schon bestehende Zusammenarbeit mit IBM. Mehr zum Thema lesen Sie hier.

Bettina Salerno
Tom Cook und Apple

Apple: Tim Cook zeigt politisches Engagement

Tim Cook, Apple Vorstandschef, engagiert sich immer mehr zu politischen Themen. Auch dann, wenn es um brisante Themen wie der Gleichberechtigung Homosexueller geht. Wie sich sein politisches Engagement auf das Unternehmen Apple auswirkt, haben US-Wirtschaftsprofessoren anhand einer Studie herausgefunden.

 

Cook marschiert an vorderster Front

Gegen ein Gesetz zur Wahrung der „religiösen Freiheit“ im Bundesstaat Indiana zu protestieren, hat zunächst einmal nichts mit dem Unternehmen Apple zu tun. Cook, der sich selbst vor zwei Jahren als homosexuell ortete, sah dieses geplante Gesetz als Freibrief zur Diskriminierung von Homosexuellen und ließ dies auch öffentlich kundtun. Das Gesetz wurde modifiziert. In North Carolina sollen Transsexuelle nur noch Toiletten benutzen, die ihrem Geschlecht laut Geburtsurkunde entsprechen…Apple

Einen ausführlichen Bericht zum Thema finden Sie hier.

Bettina Salerno
Landwirte

Landwirte fahren zurück

Landwirte mussten schon immer mitdenken. Welche Kartoffel bevorzugt wird, wie Äpfel aussehen sollten, oder welche Tomate besonders gut schmeckt. Der Kunde ist König. Sein Geschmack auch. Die Landwirte reagierten prompt und passten ihre Produktion blitzschnell dem Verbraucherverhalten an. Das tun sie auch jetzt und wahrscheinlich mehr denn je.

Landwirte befinden sich im Umbruch, denn nun heißt es für sie wieder etliche Schritte zurück zu gehen. Zur Natürlichkeit, zur Nachhaltigkeit, zu den Wurzeln ihres Tuns. Der Kunde verlangt Slow-Foot und das waren landwirtschaftliche Produkte früher grundsätzlich.

Eisbergsalat-Setzling. Foto: Salerno

Eisbergsalat-Setzling. Foto: Salerno

Der Ruf nach Bio und Regionalität wird lauter

Es ist weder ein Zufall, noch ist es Berechnung. Der Ruf nach Obst und Gemüse aus der Region wird lauter – die Menschen wollen sich gesund ernähren. Das Bewusstsein der Verbraucher  für gesunde Produkte, die hier in der Region angebaut und geerntet werden, wächst. Die Wertschätzung der regionalen Produkte ist keine Modeerscheinung, sondern bitterer Ernst.  Pestizide, Herbizide, Düngemittel, Wachstumsbeschleuniger und Co. lassen zwar schnelle Ernte einfahren, doch gesund ist anders. Das weiß der Verbraucher und er reagiert.

Landwirte setzen auf Ursprünglichkeit

Die Landwirtschaft passt sich wie gewohnt dem Verbraucherverhalten an. Bio und Regionalität stehen bei den meisten Bauern nun ganz oben auf der Agenda. Salate, Tomaten, Möhren, Kohlrabi, Grünkohl, Sellerie und Obst. Sie werden unter strengsten Auflagen und Kontrollen speziell für Abnehmer angebaut, die regionale Produkte aus kontrolliertem Anbau in ihrem Sortiment anbieten wollen. Beispielhaft genannt ist hier die Eigenmarke der EDEKA Rhein-Ruhr „meinLand.“ Sie steht für Transparenz und Nachhaltigkeit regionaler Produkte. Aus der Region, für die Region wird bei dieser Marke groß geschrieben.

Die Franzosen machen es vor

Ausgerechnet unsere europäische Feinschmecker-Fraktion macht uns vor, dass auch B-Ware in der Obst- und Gemüsesektion durchaus köstlich ist und verarbeitet werden kann. In Frankreich eröffnen immer mehr Gemüse- und Obstgeschäfte, die krumme Gurken, verwachsene Möhren, oder zu kleine Kartoffeln anbieten. Die Idee scheint brilliant, denn die „Ausschussware“ läuft 1A über die Theken. Ein Deutscher Discounter bietet seit kurzem ebenfalls die „krummen Dinger“ in seiner Auslage an.

Das Bewusstsein der Verbraucher wächst. „Back to the nature“, zurück zur Natur. Für den Landwirt kann diese Entwicklung nur positiv sein. Denn ob A, B oder C, in jeder Frucht steckt für ihn gleichviel Arbeit.

Der Eisbergsalat ist des Deutschen liebster Salat. Foto: Salerno

Der Eisbergsalat ist des Deutschen liebster Salat. Foto: Salerno

 

Bettina Salerno
Reitsport

Ist der Reitsport noch zu retten?

Die Frage, ob der Reitsport noch zu retten ist, stellt sich spätestens nach den Skandalen der so genannten „Rollkur.“  Pferde werden systematisch für den großen Sport, insbesondere in der Sparte Dressursport, getrimmt. Schnell muss es gehen, so die Devise vieler Ausbilder, Reiter und Trainer. Auf Kosten der Tiere.

Während noch vor nicht langer Zeit die Pferde behutsam an ihre Leistung herangeführt wurden, bedienen sich Reiter und Ausbilder umstrittener Hilfsmethoden, um schnell ans Ziel zu gelangen. Hilfszügel, wie Schlaufenzügel, oder das Zuschnüren von diversen Riemen (Sperrriemen) im empfindlichen Maulbereich des Pferdes, oder eben das mittels grober Zügeleinwirkung bis auf die Brust ziehen des Pferdekopfes (Rollkur). Die Skala der gewaltsamen Ausbildungsmethoden ist endlos. Die klassische Ausbildungsskala eines jungen Dressurpferdes zu befolgen hingegen, wird schlichtweg übergangen.

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Reitsport im Schnellverfahren

Erfolg vor Gesundheit. Das Ziel fokussiert und oftmals ohne Rücksicht aufs Pferd. Kaum sind sie die jungen Tiere der Herdenaufzucht entrissen, geht es auch schon los mit der Ausbildung. Dann sind sie drei Jahre, oder manchmal sogar erst zweieinhalb. Anschließend muss alles ganz schnell gehen. So reisen die Reiter-Ausbilder-Pferd-Gespanne von Turnier zu Turnier. Jagen jeder Schleife, jedem Pokal nach. „Funktioniert“ das Pferd nicht mehr wie erhofft und erwartet, wird es verkauft oder ausgetauscht. Die Leidtragenden sind die Pferde. Sie werden von Hand zu Hand gereicht, von Reiter zu Reiter und von Ausbilder zu Ausbilder. Pferde werden alt, sehr alt (30+).

Ausbilder sind Vorbilder

In kaum einer anderen Sportart ist es umso wichtiger, dass sich Trainer und Ausbilder dessen bewusst sein müssen, als Vorbild für den Reiternachwuchs zu agieren. Und zwar auf ganzer Ebene. Ausbilder, die ihre Pferde und Schützlinge mit Brutalität und Gewalt zum Erfolg prügeln, sind schlechte Ausbilder und noch schlechtere Vorbilder. Im Dressursport, der einstigen Königsklasse der Reiterei, waren die Deutschen nicht zu schlagen. Weltweit. Ihre Reiterei galt als Vorbild für gutes Reiten, für ganze Nationen. Die Holländer haben die Deutschen Reiter mittlerweile überrollt. Und viele von Ihnen leider mit der bekannten Rollkur-Methode. Letztes trauriges Beispiel dieser Reitmethode, zeigte sich beim einstigen Erfolgsduo Richard Gal und Totitlas. So, bezeichnen Tierschützer und Pferdeprofis, geht Reitsport nicht. Rollkur zwingt Pferde in eine unnatürliche Haltung des Kopfes, die schon bei bloßem Hinschauen schmerzhaft erscheint und ist. Tierärzte, Reiter, Pferdeexperten, Züchter und Trainer bescheinigen dieser Ausbildungs-Methode kein gutes Attest, Tierquälerei sei es. Selbst die Tierschutzorganisation PETA stellte Strafanzeige gegen die brutale Reitweise des Hengstes Totilas.

Verantwortliche, wie die Deutsche Reiterliche Vereinigung, tun sich schwer zu entscheiden, was richtig und was falsch ist und lassen ein „Rollkur ja, aber nur zehn Minuten, sie seien akzeptabel…“ zu, dass die meisten Reiter zur Weißglut treibt. Solche, die ihre Pferde nach der klassischen Ausbildungsskala ausbilden und trotzdem erfolgreich sind. Ingrid Klimke, Uta Gräf und weitere Profis werden sehr oft im Zusammenhang mit guter und feiner Dressurreiterei erwähnt. Zu retten scheint der Dressursport also doch noch. Und wahrscheinlich von den vielen guten Deutschen Dressurreitern, die sich in Harmonie und Einklang mit dem Tier befinden, obwohl es um Leistungssport geht. Schön, wünschenswert und wichtig wäre es allemal. Für alle Beteiligten.

 

 

 Der Nachwuchs sieht in jedem Ausbilder eine Vorbildfunktion. Foto: Salerno

Der Nachwuchs sieht in jedem Ausbilder eine Vorbildfunktion. So sollte es auch sein. Foto: Salerno

Bettina Salerno